Stauber

Dieter Stauber


Künstler aus Leidenschaft

Graphische Malerei oder Malerische Graphik?

Lesen und erleben Sie Details über den einzigartigen Stil von Dieter Stauber anhand von drei herausragenden Werken. Gleiten Sie einfach mit der Maus über die Bildausschnitte, die Sie betrachten möchten.

 

Charly Rivel

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"Akrobat Schöön" ist Charly Rivel. Der Clown den Dieter Stauber bewunderte und vereehrte. Zwar zählten Zirkus und Cabaret seit jeher zu den Leidenschaften des Künstlers. Erstaunlich und geradezu unheimlich, wie es Dieter Stauber in seinen Clownbildern gelingt, das Milieu so zu treffen und einzufangen, ohne den direkten Kontakt mit den Artisten und Spaßmachern gehabt zu haben. Die Situation, Haltung oder der Gesichtsausdruck scheint einem so vertraut, daß man sich der entstehenden Atmosphäre kaum entziehen kann. Man genießt den Anblick der melancholisch anmutenden Gestalten, die durch die Freude der Farben hindurch wirken und anfangen Geschichten zu erzählen. Die Clowns von Dieter Stauber zeigen uns unsere wirklichen Gefühle im Leben. Sie zeigen uns, wie dicht Mut, Angst, Freude und Trauer zusammen liegen aber auch, wie es gelingt, über einen traurigen Vorgang zu schmunzeln oder über ein freudiges Ereignis zu weinen. Kindern macht er so das Märchen zur Wirklichkeit, Erwachsenen zeigt er den Traum von Freiheit und Ungebundenheit.

 

Wer wirft denn Perlen vor die Säue?

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"Wer wirft hier Perlen vor die Säue" ist das erste Bild, entstanden 1991, aus einem Kapitel, in dem Dieter Stauber weitgehend auf den Farbkasten verzichtet hat. Nach einer selbst gewählten Phase des Publikumsrückzugs und einer Studienreise, die den Künstler 1972 nach Mittel- und Südamerika führte, präsentierte der Maler 1975 unter dem Titel "Neue graphische Blätter" eine Serie von Schwarz-Weiß-Bildern, die sich auf die Ursprünge seiner Malerei zurückführt und ihre Elemente offenlegt: Linien, meist mit der Feder gezogen, Raster und Schatten. Wer die Lasur-Bilder aus Farbe mit den Graphiken vergleicht, kann weitere Konstanten das Werks identifizieren. Die biblisch-kargen, fast klassischen Profile, die Augen in denen Anatomie und Emotionen konkurrieren, die ausdrucksstarken Hände und auch die Assoziationen zu Chagall und Toulouse-Lautrec, wie sie von Kritikern in manchen Motiven exemplifiziert wurden.

Das Gelübde der farblichen Askese, das sich Dieter Stauber in den frühen siebzigern selbst auferlegte, wurde vom Farbennarr schon bald aufgekündigt. Das 1995 mit Ausstellungen in Passau, München und Monte Carlo zum Abschluß gebrachte Kapitel Graphik ist in seiner Geschlossenheit eine imponierende zeichnerische Leistung.

 

Adam und Eva

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Das großformatige Holztafelbild "Adam und Eva" steht stellvertretend für den unnachamlichen Stil eines unbestechlichen Künstlers der klassischen Moderne auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Ch.L.Formals Präsident des L'IAG rühmt Dieter Stauber 1978 als einen Maler, der "... dem Traum freien Lauf läßt: nicht durch die Formen, die klassisch bleiben, sondern durch die Eigenschaft der Farbe, welche die geringste Frucht in ein Juwel verwandelt, den bescheidensten Blumenstrauß in ein glänzendes Gebinde. Tiefe und warme Rottöne kontrastieren mit den Blautönen von Edelstein, mit dem Grün von Aquamarin. Alles was die Zeichnung wie eine Gewißheit aufzwingt, wird durch den Zauber der Farbe zur Suggestion."

Schon ein Bildausschnitt von "Adam und Eva" läßt für den Betrachter die verbale Beschreibung lebendig werden. Ob gegenständlich oder gegenstandslos - Dieter Stauber schafft in seinen Bildern tausendfache Möglichkeiten kaleidoskopischer Farbenspiele, Ideen, Andeutungen von Figuren und Figurationen, denen er erst in statu nascendi bewußt Kontur, Gestalt und Ausdruck verleiht.