Stauber

Dieter Stauber


Künstler aus Leidenschaft

Dieter Stauber – zu Lebzeiten – in der Presse

»Passauer Neue Presse« vom 22. Januar 1991:

Als Dieter Stauber ist Dieter Stauber von leisem Humor und intelligenter Ironie, als Dietfried Eisenstein ist er böser, wilder, wütender. Da probiert er aus, wie sich Arnulf Rainer bei seinen Übermalungen fühlt, da testet er das Erlebnis, die Farbe frei aus der Tube auf den Untergrund zu bringen. Da nimmt er nicht sein akademisches Bewußtsein, sondern sein anarchistisches Unterbewußtsein mit in das Atelier.

Stephan Handel, Passau

  

Anläßlich der Ausstellungseröffnung »Menschen ­ Tiere ­ Satire« im Kloster Asbach 1990:

»Er malt Tiere und meint Menschen. Drum kann man Dieter Stauber auch als fabelhaften Künstler bezeichnen« Die Frage nach dem Erfolg des Oevres läßt sich wie folgt zusammenfassen: »Enorme technische Qualität, untrügliches Frabgefühl, Intuition und Spontaneität - und ein Humanismus, der den Menschen analysiert und demaskiert, der ihn aber als Teil der Schöpfung achtet und mit all seinen Schwächen liebt.«

Dr. Max Brunner, Passau

 

»Passauer Neue Presse« Pingsten 1988:

Ein Mann emphatischer oder gefühlsbetonter Beschreibungen all dessen, was ihn innerlich bewegt oder zum malen anregt, scheint Dieter Stauber wohl nicht zu sein, auch nicht vieler Worte - doch jeder Satz, mit dem er seine Sicht des Schöpferischen, ja auch Lebensphilosophisches oder Kunst-handwerkliches umreißt, sitzt, ist prägnant und konzis.

Michael B. Koch, Passau

 

»An die Weiblichkeit« erschienen im Verlag Toni Pongratz 1985:

Es war im Winter 1965, als ich Dieter Stauber traf und er mich fragte, ob ich Interesse hätte seine neuen Sachen einmal anzuschauen. Ich kannte Ihn noch nicht lang und von seinen Arbeiten lediglich ein paar zwar bemerkenswerte, doch formal noch »unentschiedene« Bilder.

Wir gingen in seine damalige Wohnung in der Bahnhofstraße. Einer der Räume dienten als provisorisches Atelier. Hier hingen oder standen etwa zehn seiner jüngsten Schöpfungen: expressive Bildnisse und gegenstandslose Farbkompositionen, die mich überraschten.

Nun neigt ja jeder kritische Betrachter dazu, neu entdeckte Insel in der Kunstwelt einem ihm bekannten Festland zuzuordnen. Assoziationen bieten sich schnell an, Ähnlichkeiten wollen gefunden, Vergleiche angestellt werden. ­ Gab es in den kühnen Farbkompositionen nicht Parallelen zu den Fauves und den Expressionisten? Hatte da nicht Delaunay, Macke, Nolde und Kokoschka »mitgemischt«? Waren bei den farbig-rhythmischen Abstraktionen etwa Nay und wiederum Delaunay Pate gestanden?

Und merkte man den Bildern Staubers insgesamt oder zumindest dieser oder jener Arbeit nicht die Schule Güthersloh an? Selbst Genies unter den bildenden Künstlern hatten stets ihre Vorbilder, ließen sich von ihnen animieren; nicht aber, um sie nachzuahmen, sondern um auf ihnen aufzubauen, um sie zu verändern, mit ihrer Hilfe neue Werke einzuschlagen. Kein guter Maler kann und wird bei Null anfangen, sondern jeder muß sich an bereits Vorhandenem orientieren, muß, will er weiterkommen, die Situation, die andere vor ihm erreichten, kennen.

So gesehen gab es auch bei Dieter Stauber manche Einflüsse, doch jedwede Ahnenforschung fördert allenfalls Verwadtschaftsgrade zutage. Was er mir damals zum ersten Mal zeigte, war im besten Sinne Wortes originell: Dieter Stauber hatte seinen eigenen, bis heute unverkennbaren Stil gefunden.

Peter Hutsch, Passau

 

Monte Carlo 1978:

Der Maler Dieter Stauber der an der Akademie für Bildende Künste in Wien bei Professor Güthersloh studierte, ist ein unbestechlicher Künstler, der die zeitgenössische Kunst mit einem neuen Atem belebt und einen vorherrschenden Platz in der Kunst des 20. Jahrhunderts einnimmt.

Als wahrhaftiger Maler läßt er dem Traum freien Lauf: nicht durch die Formen, die klassisch bleiben, sondern durch die Eigenschaft der Farbe, welche die geringste Frucht in ein Juwel verwandelt, den bescheidensten Blumenstrauß in ein glänzendes Gebinde. Tiefe und warme Rottöne kontrastieren mit den Blautönen von Edelstein, mit dem Grün von Aquamarinen. Alles, was die Zeichnung wie eine Gewißheit aufzwingt, wird durch den Zauber der Farbe zur Suggestion.

Der Ruf Dieter Staubers nimmt internationalen Umfang an, wie der Erfolg der Ausstellungen beweist, an denen er in Deutschland und im Ausland teilnimmt.

Ch. L. Fromals

 

»international art bulletin« Heft 51,12. Jahrg. 1975:

Harmonie der schwingenden Farben, herausgearbeitete Rauminhalte, dynamische Strukturen, das sind die Elemente der Kunst Dieter Staubers. Seine gemalten Bilder ebenso wie seine Tuschezeichnungen treffen überraschend direkt und ungekünstelt, das ist das Erkennungszeichen des wahren Talents.

Monte Carlo, iab

 

»Coventry Evening Telegraph« vom 19. Mai 1972:

- sein Werk ist unvergeßlich und unmißverständlich.

Nick Guitard, Coventry

 

»International Herald Tribune« vom 5./6. September 1970:

Dieter Stauber veranstaltet seine erste Ausstellung in England in der Archer Galerie. Zeichnend mitunter im Stil Pascins und malend in den Farben des späten Chagall, betitelt er seine Bilder mit zynischen Bemerkungen. Wiener Art über menschliche Gebrechen unserer Zeit. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man diesen Wiener Humor in der Mentalität der weltstädtischen Londoner übersetzen kann. Auf jeden Fall verdienen Staubers Arbeiten größte Beachtung.

Max Wykes-Joce, Paris

 

»Arts Review« vom 12. September 1970:

Die erste Ausstellung Dieter Staubers in England bereitet dem Besucher - abgesehen von anderen positiven Wirkungen seiner Malerei - großes Vergnügen. Der Künstler schafft in seiner von ihm selbst entwickelten Technik glühende, farbkräftige, expressionistisch anmutende Gemälde, die ­ mehr oder weniger real - Mädchen, Tiere, Könige, Zirkustiere und immer wieder Mädchen zum Thema haben.

Farbkräftig, wie gesagt, doch all die vielen Farbstufen sind im wesentlichen nur aus den Grundfarben Gelb, Rot und Blau gemischt. Eine Art literarische Malerei: einige Bilder satirisch, andere humoresk, aber alle haben Tiefe. Und all seine Menschengestalten scheinen die Fülle des Lebens kennengelernt zu haben, selbst die Mädchen mit dem Madonnengesicht. Manches erinnert an Chagall, Picasso und Toulouse-Lautrec - doch trotz seiner Nachbarschaft zu dieser Art von Malerei hat sich Stauber seine stilistische Eigenart bewahrt. Und seine Zeichnungen sind ebenso interessant wie seine Gemälde.

Barbara Wright, London

 

»Die amtliche Zeitung« vom 29. Mai 1970:

Der Farbauftrag ist außerordentlich dynamisch, und Bilder wie z.B. »Der Pan« beweisen, daß Stauber Vollblutmaler ist.

Alois Vogel, Linz

 

»Express« vom 13. Mai 1970:

IKC Palais Palffy. Malerei und Graphik von Dieter Stauber. Künstler mit starkem, mitfühlendem Innenleben. Das macht sein ‘uvre wertvoll. Somit ein markanter Künstler mit Eigenart und Persönlichkeit. Temperament und Intelligenz, stark entwickelt, fallen auf. Prächtiges Raumgefühl, kraftvolle Farben ... weil bis ins letzte gekonnt. Somit Meisterwerk.

Franz Tassié, Wien

 

»Süddeutsche Zeitung« vom 21. Januar 1969:

Staubers Phantasien überraschen ... collagenhafte Akzente werden feinfühlig und wirkungsvoll gesetzt.

Erich Pfeiffer-Belli, München

 

»Passauer Neue Presse« 1966, Nr. 146:

So originell wie seine Technik, eine Kombination von Graphik und Malerei, ist auch sein künstlerischer Stil. Stauber läßt sich weder von namhaften Vorbildern noch von Strömungen irgendwelcher modischer Schulen beeinflussen. Er malt nicht schick und publikumswirksam, nicht dekorativ und akademisch, sondern eher intuitiv. Augenscheinlich ist seine Begabung für farbliche und figürliche Komposition. Seine gegenständlichen Bilder sind voll von Expressivität und vom Thema her symbolhaft hintergründig, doch fernab simpler Allegorien.

Peter Hutsch, Passau