Stauber

Dieter Stauber


Künstler aus Leidenschaft

"Ich bin Maler aus Leidenschaft"

Dieter Stauber:

"Farben wirken auf mich manchmal wie auf andere Menschen eine Droge. Die jeweiligen Themen meiner Bilder sind in den meisten Fällen nicht vorgegeben, sondern entwickeln sich mit der Farbkomposition aus meinem Unterbewußtsein - und überraschen mich oft selbst. Erlebtes, Eindrücke von Reisen, aber auch Ergebnisse von Diskussionen werden im Bild sichtbar.

Je nach Stimmung und Laune male ich mir meine Wachträume, Freuden, Ärgernisse und Nöte von der Seele. So z.B. war bestimmt ein überheblich dummer Mensch Anstoß für mein Bild »Der blinde König« - ein König, dem seine Krone über die Augen und Ohren gerutscht ist und der nur mehr um seiner selbst willen regiert.

Fast wie eine Fabel zu betrachten ist das Bild vom »Hahn der goldene Eier legt« und der deshalb seine eigentliche Aufgabe vergessen hat. Bilder wie »Der Pfau« entstanden rein aus der Harmonie der Farben, haben aber wahrscheinlich ihren Ursprung in meinem Reiseerlebnis Südamerika.

Auch Zeichnungen entstehen auf ähnliche Weise - ich lasse meine Hand einfach laufen. Wollte man meine Bilder einer Kunstrichtung zuordnen, man müßte sie, so glaube ich, als »traumhaft expressiv« bezeichnen."
 

 

Dietfried Eisenstein:

Rede zur Ausstellung Dietfried Eisenstein - Dieter Stauber am 16.01.1991:
"Liebe Freunde, wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie am falschen Platz - sagt der Dichter, und beim Malen ist das nicht viel anders. Spätestens nach der Ausstellung in Kloster Asbach war es soweit: Besser machen konnte ich es kaum mehr - höchstens noch variieren - aber eben nicht erneuern, ohne am Image zu kratzen.

Von Dieter Staubers Malerei verlangt man eben eine gewisse Qualität - auch vom technischen Können her. Hätte der Stauber was anderes gemacht - hätte man gesagt: »Das ist kein Stauber«.

Also habe ich diese Kunstfigur erfunden: den völlig unbelasteten »Dietfried Eisenstein«. Er kann machen, was er will. Und deshalb geht er die Probleme ganz anders an. Und das kommt auch dem Stauber zugute. Jedenfalls wird keiner der beiden langweilig.

Und Schaffenskraft braucht einfach Impulse. Und die wünsche ich mir und dem Stauber und dem Eisenstein."